Die britische Luxusschmiede Bentley geht den nächsten großen Schritt und bricht in das Zeitalter der Elektromobilität auf. Unter dem klangvollen Namen Bentley Torcal wird am 23. September 2026 in London das erste vollelektrische Modell der Markengeschichte enthüllt. Das neue Modell soll die traditionellen Werte wie exquisites britisches Handwerk und souveräne Fahrleistungen mit modernster Antriebstechnik verbinden. Mit einer Länge von knapp unter fünf Metern positioniert sich das Luxus-SUV etwas unterhalb des Bentayga und soll zu Preisen ab rund 200.000 Euro auf den Markt kommen.
Namenspatron aus Spanien: Was hinter dem Begriff "Torcal" steckt
Wie es bei Bentley eine lange Tradition hat, stand auch für das neue E-SUV ein außergewöhnlicher Naturort Pate. Der Name leitet sich von der berühmten spanischen Karstlandschaft „El Torcal de Antequera“ in Andalusien ab, die für ihre bizarren und faszinierenden Felsformationen bekannt ist. Gleichzeitig verbirgt sich dahinter ein cleveres Wortspiel: Der Name stammt vom lateinischen Wort „torquere“ (drehen oder winden) ab – dem sprachlichen Ursprung des englischen Begriffs „torque“, zu Deutsch Drehmoment. Und genau davon dürfte der mächtige Stromer dank seiner Elektromotoren reichlich mitbringen.
Konzern-Power: PPE-Plattform sorgt für Performance
Unter dem eleganten Blechkleid des neuen Luxus-Liners steckt hochentwickelte Technologie aus dem Volkswagen-Konzern. Der Bentley Torcal nutzt die hochentwickelte PPE-Plattform (Premium Platform Electric), die er sich unter anderem mit dem kommenden elektrischen Porsche Cayenne teilt. Diese Kooperation ermöglicht nicht nur eine hervorragende Fahrdynamik, sondern auch modernste Ladetechnologie. Dank eines 800-Volt-Bordsystems soll der Torcal in der Lage sein, in nur sieben Minuten genügend Strom für rund 160 Kilometer Reichweite nachzuladen.
Bis zu 480 Kilometer Reichweite und urbaner Luxus
Trotz seiner stattlichen Statur wird der Torcal mit knapp unter fünf Metern Länge etwas kompakter ausfallen als der 5,13 Meter lange Bentayga. Bentley betitelt den Neuling daher auch als „urbanes Luxus-SUV“. Das macht ihn im Alltag deutlich handlicher, ohne dass Kunden auf den gewohnten Komfort verzichten müssen. Mit einer erwarteten Reichweite von rund 480 Kilometern ist der Brite zudem bestens für längere Etappen gerüstet. Gebaut wird das neue Modell am traditionsreichen Stammsitz im englischen Crewe, wo Bentley eigens neue Produktionskapazitäten geschaffen hat.
Klassische Eleganz statt wilder Design-Experimente
Optisch besinnt sich Bentley beim Torcal auf klassische Proportionen. Während einige Mitbewerber im Segment mit teils exzentrischen Formen polarisieren, setzen die Briten auf eine zeitlos-elegante Silhouette mit einer langen Motorhaube, einer markanten Schulterlinie und einem stilvollen Heck, das an einen klassischen Kofferraumdeckel erinnert. Ein optisches Highlight ist die Frontpartie: Im Kühlergrill befinden sich zahlreiche illuminierte Diamantkristalle, die bei Dunkelheit über der Straße zu schweben scheinen und für einen unverkennbaren Auftritt sorgen.
Der neue Bentley-Chef Frank-Steffen Walliser zeigt sich vom ersten reinen Stromer der Marke vollkommen überzeugt:
"Seit 107 Jahren sind Bentleys außergewöhnliche Automobile – mit souveränen Fahrleistungen, herausragendem Komfort, exquisiter britischer Handwerkskunst unter Verwendung ausgewählter Materialien und einem emotionalen Sound. Unser neues Fahrzeug setzt in allen relevanten Bereichen Maßstäbe und könnte das wohl durchdachteste Auto in unserer Geschichte sein."
Mit dem Torcal will Bentley zeigen, dass die Seele eines echten Luxusautos auch in einer rein elektrischen Zukunft weiterleben kann. Die offizielle Weltpremiere Ende September wird zeigen, ob das edle E-SUV die hohen Erwartungen der anspruchsvollen Kundschaft erfüllen kann.