Lange elf Jahre mussten Fans der vier Ringe warten, doch jetzt rollt der Nachfolger des Erfolgs-SUVs an den Start. Mit einer Länge von über fünf Metern positioniert sich das neue Modell als waschechter Autobahnkreuzer. Während in den USA bullige V8-Benziner angeboten werden, fokussiert sich der Hersteller in Deutschland zum Marktstart auf bewährte V6-Diesel mit Mildhybrid-Technik. Ein mutiger Schritt, der die Frage aufwirft: Reicht das, um sich gegen die modernisierte Konkurrenz durchzusetzen?
Der ewige Rivale aus München: Der BMW X5
Wenn es um Premium-SUVs geht, führt kein Weg an München vorbei. Der BMW X5 gilt traditionell als der schärfste und dynamischste Konkurrent. Während das Modell aus Ingolstadt zunächst sehr einseitig motorisiert ins Rennen geht, bietet der Bayer künftig die volle Antriebs-Vielfalt:
- Klassische Verbrenner als Benziner und Diesel
- Leistungsstarke Plug-in-Hybride
- Vollelektrische Varianten und sogar Modelle mit Wasserstoff-Brennstoffzelle
Der X5 punktet mit einem deutlich sportlicheren Fahrverhalten. Demgegenüber legt der Herausforderer mit seinem überragenden Luftfederfahrwerk den Fokus klar auf maximalen Reisekomfort und Laufruhe.
Der Stuttgarter Gleiter: Mercedes-Benz GLE
Ein weiterer schwerer Brocken im Ring ist der Mercedes-Benz GLE. Von den Abmessungen her schummelt sich das neue Dickschiff clever genau zwischen den GLE und den noch größeren GLS. Im Innenraum schenken sich beide Giganten wenig: Feinste Materialien, riesige Bildschirm-Landschaften und luxuriöse Platzverhältnisse stehen hier auf der Tagesordnung.
Allerdings punktet die Neuauflage beim Thema Variabilität. Erstmals lässt sich der SUV nicht nur als Fünf- oder Siebensitzer ordern, sondern bietet in der zweiten Reihe auf Wunsch zwei luxuriöse Einzelsitze – ein echtes Business-Class-Feeling auf vier Rädern.
Die nordische Alternative und der Konzernbruder
Wer sich abseits der großen deutschen Premiummarken umschauen möchte, landet oft in Schweden. Der Volvo XC90 bleibt eine starke Alternative. Er tritt optisch zwar etwas schmaler auf, besticht aber durch kühles, skandinavisches Design und ein enormes Platzangebot für die Großfamilie.
"Wer in der Oberklasse bestehen will, muss ein perfektes Zusammenspiel aus Platz, Status und modernster Technologie bieten."
Nicht zu vergessen ist die Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Der VW Touareg teilt sich wesentliche technische Grundpfeiler und ist oftmals die rationalere Wahl. Dafür muss man beim Wolfsburger allerdings auf einige der spektakulären Hightech-Spielereien verzichten, wie etwa die auf den Asphalt projizierenden Blinker des neuen Premium-Verwandten.
Es bleibt spannend, ob die europäische Diesel-Strategie am Ende gegen diese breit aufgestellte Konkurrenz aufgeht. Immerhin sollen ab Ende 2026 auch Plug-in-Hybride und Benziner das Portfolio komplettieren.