Audi macht das A6-Trio komplett und schickt den Geländekombi allroad im Herbst in die fünfte Generation. Wer dachte, der robuste Allrad-Kombi bliebe ein dezentes Facelift-Modell, wird Augen machen: Dieses Mal klotzen die Ingolstädter richtig ran. Der Neuling kombiniert brachiale RS-Optik mit zukunftsweisendem Hybridantrieb und will damit die ultimative Alternative zum klassischen SUV sein.\n\n## Muskelspiele ab Werk: Der Allroad geht in die Breite\nBisher zeichneten sich allroad-Modelle vor allem durch dezente Beplankungen und ein wenig mehr Bodenfreiheit aus. Doch die neue Generation zieht alle Register. Audi spendiert dem Allrounder erstmals einen echten Breitbau, wie man ihn sonst nur von der sportlichen RS-Abteilung kennt. Dank neu modellierter Kotflügel und robuster Schutzplanken wächst der Offroad-Avant um satte elf Zentimeter in der Breite. Das gibt dem Fahrzeug eine völlig neue, extrem wuchtige Präsenz auf der Straße.\n\nDamit es nicht nur bei der Optik bleibt, legt Audi auch technisch nach. Die spezifisch abgestimmte, adaptive Luftfederung hebt die Karosserie um 34 Millimeter an. Zusammen mit der serienmäßigen Allradlenkung, die bei niedrigem Tempo die Hinterräder um bis zu fünf Grad einschlägt, wird der Riese überraschend agil. Wer möchte, kann den Premium-Kombi mit bis zu 21 Zoll großen Leichtmetallrädern bestücken – serienmäßig steht er auf breiten 19-Zöllern.\n\n## Premiere mit Stecker: Bis zu 95 Kilometer rein elektrisch\nDie eigentliche Sensation verbirgt sich jedoch unter der Motorhaube. Zum ersten Mal in der über zwanzigjährigen Modellgeschichte ist der A6 allroad als Plug-in-Hybrid bestellbar. Der e-hybrid kombiniert einen 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit einem kraftvollen Elektromotor. Zusammen mobilisiert das System beachtliche 270 kW (367 PS) und ein Drehmoment von 500 Nm.\n\nDank einer Batteriekapazität von knapp 26 Kilowattstunden (netto 20,7 kWh) soll der Allroad im Alltag bis zu 95 Kilometer rein elektrisch zurücklegen. Für Pendler bedeutet das: Der tägliche Weg zur Arbeit lässt sich problemlos lokal emissionsfrei bewältigen. Geladen wird der Akku an einer AC-Wallbox mit bis zu 11 kW, wodurch ein kompletter Ladevorgang rund zweieinhalb Stunden dauert. Wenn es schnell gehen muss, sprintet der Hybrid in nur 5,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, Schluss ist erst bei elektronisch abgeregelten 250 km/h.\n\n## V6-Alternative für Kilometerfresser\nFür Langstreckenfahrer, die dem Stecker nichts abgewinnen können, hält Audi eine bewährte Alternative bereit. Ein mächtiger 3,0-Liter-V6-Dieselmotor leistet 220 kW (299 PS). Ausgestattet mit einem elektrischen Verdichter und Mild-Hybrid-Technologie soll das Triebwerk nicht nur besonders effizient arbeiten, sondern auch über reichlich Durchzugskraft verfügen. Auch der Diesel ist an den permanenten quattro-Allradantrieb gekoppelt und erreicht mühelos die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.\n\n## Marktstart und Preise: Das kostet der Edel-Kraxler\nSo viel Exklusivität und neue Technik haben allerdings ihren Preis. Der Einstieg in die Welt des neuen A6 allroad beginnt bei stolzen 77.250 Euro. Damit verlangt Audi rund 6.000 Euro Aufpreis im Vergleich zum normalen Avant. Bestellbar ist das neue Modell ab sofort, während die ersten Fahrzeuge im Herbst auf den deutschen Straßen rollen sollen. Ob als hocheffizienter Teilzeitstromer oder als bärenstarker V6-Diesel – der neue Allroad beweist, dass der Kombi noch lange nicht tot ist.