Einleitung

Mit dem bZ4X startete Toyota vergleichsweise spät in das Zeitalter der reinen Elektroautos. Der Name steht für „beyond Zero“ und markiert den Beginn einer neuen Submarke. Nach einem etwas holprigen Start hat Toyota das SUV für das Modelljahr 2025 umfassend überarbeitet. Das Facelift adressiert gezielt frühere Schwachstellen bei der Ladeleistung und Software, während die bewährten Stärken wie das großzügige Platzangebot erhalten bleiben.

Design & Verarbeitung

Das Exterieur des bZ4X bricht mit dem gewohnten Toyota-Design und setzt auf markante Kantigkeit. Besonders auffällig ist die „Hammerhai-Front“, die beim Facelift aerodynamisch verfeinert wurde, um den Luftwiderstand auf einen cW-Wert von 0,27 zu senken. Die Verarbeitungsqualität ist gewohnt solide, wobei die markanten Kunststoff-Radläufe den robusten Charakter des SUV unterstreichen. 2026 wird die Palette zudem um den sportlichen Kombi „Touring“ erweitert.

Innenraum & Komfort

Im Interieur überzeugt der Japaner durch ein außergewöhnliches Raumgefühl. Dank des langen Radstands der e-TNGA Plattform bietet der Fond Beinfreiheit auf Oberklasse-Niveau. Ein Kuriosum bleibt das fehlende Handschuhfach; stattdessen dient die große Mittelkonsole als Stauraum. Mit dem Facelift wurde die Geräuschdämmung durch Akustikverglasung spürbar verbessert, was den bZ4X zu einem sehr leisen Reisebegleiter macht.

Infotainmentsystem

Das Cockpit wird von einem nun bis zu 14 Zoll großen Multimedia-Display dominiert. Ein entscheidender Fortschritt des Facelifts ist die integrierte Ladeplanung für die Navigation, die Ladestopps effizient in die Route einbezieht. Apple CarPlay und Android Auto sind serienmäßig an Bord. Die Platzierung der digitalen Instrumente oberhalb des Lenkrads ist modern, erfordert jedoch je nach Sitzposition eine genaue Justierung des kompakten Volants.

Antrieb & Fahrverhalten

Toyota bietet nun drei Antriebsvarianten an: Ein Einstiegsmodell mit 167 PS, eine mittlere Version mit 224 PS und ein bärenstarkes Allrad-Topmodell mit 343 PS. Letzteres sprintet in nur 5,1 Sekunden auf 100 km/h. Dank der Kooperation mit Subaru glänzt die Allradversion mit echtem Offroad-Talent (X-Mode). Das Fahrwerk ist komfortabel ausgelegt, wirkt aber bei groben Unebenheiten gelegentlich etwas hölzern.

Reichweite & Verbrauch

Die WLTP-Reichweiten liegen je nach Akku (58 oder 73 kWh) zwischen 444 und 569 Kilometern. Ein echtes Highlight des Facelifts ist die nun serienmäßige Vorkonditionierung der Batterie, die das Schnellladen bei niedrigen Temperaturen deutlich beschleunigt (10-80% in ca. 28 Minuten). Optional bietet Toyota ein Solardach an, das pro Jahr Energie für bis zu 1.800 zusätzliche Kilometer generieren kann.

Sicherheit & Assistenzsysteme

In Sachen Sicherheit lässt Toyota kaum Wünsche offen. Das „Safety Sense“ System umfasst zahlreiche Assistenten wie einen adaptiven Tempomaten, Spurhalteassistenten und eine verbesserte Verkehrszeichenerkennung. Bemerkenswert ist das Vertrauen in die eigene Technik: Bei jährlicher Wartung gewährt Toyota eine Batterie-Garantie von bis zu 10 Jahren oder unglaublichen einer Million Kilometern bei einer Kapazität von mindestens 70%.

Fazit

Der überarbeitete Toyota bZ4X ist ein nun voll ausgereiftes Elektro-SUV, das besonders für Familien und Langstreckenfahrer attraktiv ist. Während die Ladeleistung von 150 kW zwar nicht rekordverdächtig ist, punkten die Japaner mit exzellenter Raumausnutzung und einer marktführenden Absicherung der Batterie. Wer ein zuverlässiges, geräumiges und etwas eigenwillig designtes E-Auto sucht, findet hier eine starke Alternative zu VW ID.4 oder Hyundai Ioniq 5.