Einleitung

Der Maserati Grecale markiert den Aufbruch des italienischen Traditionsherstellers in die lukrative Mittelklasse der SUVs. Benannt nach einem kräftigen Mittelmeerwind, tritt der Grecale an, um im Segment des Porsche Macan zu wildern. Dabei positioniert er sich geschickt zwischen den Stühlen: In den Abmessungen fast so groß wie ein Oberklasse-SUV, bietet er Agilität und Fahrfreude auf höchstem Niveau.

Design & Verarbeitung

Optisch ist der Grecale eine moderne Interpretation der Maserati-DNA. Die Front mit dem markanten Dreizack-Grill und den Scheinwerfern erinnert bewusst an den Supersportwagen MC20. Trotz der technischen Basis – der hervorragenden Giorgio-Plattform, die auch der Alfa Romeo Stelvio nutzt – wirkt der Grecale eigenständig und elegant. Die Verarbeitungsqualität ist auf einem neuen Level für die Marke, mit hochwertigen Materialien wie Leder und Echtcarbon-Elementen, besonders in der Trofeo-Variante.

Innenraum & Komfort

Im Innenraum überrascht der Grecale mit einem Platzangebot, das fast an den größeren Levante heranreicht. Vor allem im Fond genießen Passagiere eine Beinfreiheit, die im Segment ihresgleichen sucht. Das Cockpit ist fahrerorientiert und licht gestaltet. Die Sitze bieten eine hervorragende Balance aus Seitenhalt für sportliche Etappen und Langstreckenkomfort. Ein praktischer Kofferraum mit einem Volumen von bis zu 570 Litern macht das SUV voll alltagstauglich.

Infotainmentsystem

Maserati geht bei der Digitalisierung einen großen Schritt nach vorne. Ein zweiteiliger zentraler Touchscreen (12,3 Zoll oben, 8,8 Zoll unten) steuert fast alle Fahrzeugfunktionen, von der Klimaanlage bis zum Infotainment. Besonders charmant ist die zentrale Digitaluhr, die sich in einen Sprachassistenten verwandelt. Die Integration von Alexa und ein volldigitales Cockpit unterstreichen den modernen Anspruch, wobei die Bedienung trotz der vielen Touchflächen weitgehend intuitiv bleibt.

Antrieb & Fahrverhalten

Die Motorenpalette bietet für jeden Geschmack das Richtige:

  • GT & Modena: Effiziente 2,0-Liter-Vierzylinder-Mildhybride mit 300 oder 330 PS sorgen für Agilität.
  • Trofeo: Ein 530 PS starker V6-Biturbo (abgeleitet vom MC20) beschleunigt in nur 3,8 Sekunden auf 100 km/h.
  • Folgore: Die vollelektrische Version mit 557 PS und 820 Nm Drehmoment bietet einen brachialen Antritt. Das Fahrverhalten ist dank der serienmäßigen oder optionalen Luftfederung variabel: Im GT-Modus komfortabel gleitend, im Sport- oder Corsa-Modus messerscharf.

Verbrauch & Unterhalt

Während die Vierzylinder-Varianten im Alltag noch moderate Verbrauchswerte erzielen, ist der Trofeo ein klassischer Performance-Motor mit entsprechendem Durst (ca. 11,2 L/100 km). Das E-Modell Folgore kommt mit seinem 105-kWh-Akku auf eine Reichweite von rund 500 Kilometern. Die Ladeleistung von maximal 150 kW am Schnelllader ist solide, wird jedoch von einigen 800-Volt-Konkurrenten übertroffen.

Sicherheit & Assistenzsysteme

In Sachen Sicherheit ist der Grecale auf der Höhe der Zeit. Er verfügt über ein umfassendes Paket an Fahrassistenzsystemen (ADAS), inklusive adaptivem Tempomaten, Spurhalteassistent und Notbremsfunktion. Die Traktion ist dank des serienmäßigen Allradantriebs in allen Motorisierungen auch auf schwierigem Untergrund sehr sicher.

Fazit

Der Maserati Grecale ist ein überzeugendes Gesamtpaket aus Emotion und Nutzwert. Er ist geräumiger als ein Porsche Macan und moderner als viele seiner Konkurrenten. Wer ein individuelles SUV mit italienischem Flair und exzellenten Fahrleistungen sucht, wird beim Grecale fündig. Ob als effizienter Hybrid, brachialer V6 oder zukunftsorientierter Folgore – der Grecale ist ein echter Maserati.