Tesla zündet die nächste Stufe im Preiskampf und bringt eine Variante auf den Markt, auf die viele gewartet haben. Das neue Model Y mit „Maximaler Reichweite“ und Hinterradantrieb verspricht eine enorme Ausdauer zum Kampfpreis – und setzt die deutsche Konkurrenz damit massiv unter Druck.
Wer bislang einen Tesla Model Y mit der großen Batterie fahren wollte, musste zwangsläufig zum teureren Allradantrieb greifen. Damit ist jetzt Schluss. Still und heimlich hat der US-Autobauer seinen Konfigurator aktualisiert und eine neue Variante eingeführt: das Model Y Maximale Reichweite mit Hinterradantrieb. Mit einem Startpreis von 46.990 Euro platziert sich dieses Modell extrem attraktiv zwischen dem Basismodell und den leistungsstärkeren Allradlern.
Die Kombination klingt nach einem „Sweetspot“ für Vielfahrer: Der große Akku trifft auf den effizienteren Heckmotor. Das Ergebnis ist eine WLTP-Reichweite, die aufhorchen lässt. Bis zu 657 Kilometer (je nach Felgengröße) sollen mit einer Ladung möglich sein. Damit avanciert diese Version zum unangefochtenen Reichweiten-König der gesamten Baureihe – und das zu einem Preis, der deutlich unter der psychologisch wichtigen 50.000-Euro-Marke liegt.
Der „Reichweiten-Angst“-Killer
Für viele Interessenten dürfte genau diese Konfiguration den Ausschlag geben. Der Verzicht auf den zweiten Motor an der Vorderachse spart Gewicht und Strom, was die Effizienz spürbar steigert. Tesla gibt den Verbrauch mit rekordverdächtigen 12,7 kWh auf 100 Kilometer an. In der Praxis bedeutet das: Echte Autobahn-Reichweiten, die auch skeptische Diesel-Umsteiger überzeugen könnten.
Die Eckdaten im Überblick:
- Preis: 46.990 Euro
- Antrieb: Hinterradantrieb (RWD)
- Reichweite (WLTP): bis zu 657 km
- Verfügbarkeit: Auslieferungen ab Februar 2026
Ein Hieb gegen VW und Co.
Mit diesem Schritt erhöht Tesla den Druck auf die heimischen Hersteller massiv. Ein vergleichbar ausgestatteter VW ID.4 oder Skoda Enyaq mit großer Batterie kostet oft mehr und bietet auf dem Papier weniger Reichweite. Zudem kommt das neue Model Y direkt aus der Gigafactory in Berlin-Brandenburg, was kurze Lieferzeiten garantiert. Wer jetzt bestellt, soll sein Fahrzeug bereits im Februar in Empfang nehmen können.
Lohnen sich die Abstriche?
Natürlich müssen Käufer im Vergleich zum Allrad-Modell auf etwas Traktion und die brachiale Beschleunigung der Dual-Motor-Varianten verzichten. Doch seien wir ehrlich: Für den Alltag und die entspannte Langstrecke ist der Heckantrieb mehr als ausreichend. Die Ladeleistung bleibt auf gewohnt hohem Niveau, sodass an den Superchargern in nur 15 Minuten Strom für knapp 260 Kilometer nachgeladen werden kann.
Experten sehen in diesem Modell den Versuch, die zuletzt schwächelnde Nachfrage wieder anzukurbeln. Für den Kunden ist es eine gute Nachricht: Mehr Reichweite pro Euro gab es bei Tesla bisher selten.