Wer derzeit flexibel Auto fahren will, ohne sich langfristig zu binden, bekommt bald deutlich mehr Optionen. Der Auto-Abo-Anbieter Finn und der Autogigant Stellantis haben ihre Zusammenarbeit für das Jahr 2026 nicht nur verlängert, sondern massiv ausgebaut. Insgesamt 11.500 zusätzliche Fahrzeuge sollen in die Flotte des Münchner Start-ups fließen. Das entspricht einer Verdopplung des Volumens im Vergleich zum Vorjahr und markiert die bisher größte Erweiterung eines Rahmenvertrags in der Geschichte von Finn.
Für Abonnenten wird die Palette bunter: Neben Bestsellern wie dem Opel Astra Sports Tourer oder dem Peugeot 308 SW rollen auch brandneue Modelle wie der Fiat Grande Panda und der Citroën C5 Aircross in das Angebot. Der Mix unter der Haube bleibt dabei vielfältig – vom klassischen Verbrenner über Hybride bis hin zu reinen Elektroautos ist alles vertreten.
Strategie statt Strohfeuer
Die Kooperation ist längst kein Testlauf mehr. Seit 2020 hat Finn bereits über 40.000 Fahrzeuge aus dem Stellantis-Konzern auf die Straße gebracht. Für den Autobauer ist das Abo-Modell ein idealer Kanal, um neue Kundengruppen an die eigenen Marken heranzuführen, ohne dass diese sofort einen Kaufvertrag unterschreiben müssen.
Florian Huettl, Managing Director von Stellantis Deutschland, sieht darin einen zentralen Baustein der Vertriebsstrategie:
"Die vertiefte Zusammenarbeit mit Finn ist ein wichtiger Baustein, um unsere starken Marken noch mehr Kundinnen und Kunden in Deutschland zugänglich zu machen. Mit dem erweiterten Angebot bringen wir unsere Modelle in ein Mobilitätsformat, das maximale Flexibilität mit einem attraktiven Rundum-Sorglos-Service verbindet."
Flexibilität trifft Elektrifizierung
Auch wenn keine exakten Zahlen zur Antriebsverteilung dieses spezifischen Deals genannt wurden, bleibt die Marschrichtung klar. Finn hat bereits heute eine Flotte, die zu über 70 Prozent elektrifiziert ist. Die neuen Stellantis-Modelle dürften diesen Kurs stützen, gerade mit Blick auf die BEV-Varianten des Grande Panda oder der Kombis von Opel und Peugeot.
Für Paul Nobis, Senior Vice President Fleet bei Finn, ist der Deal ein Vertrauensbeweis:
"Die Dimension dieser Erweiterung steht für ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen und eine gemeinsame Vision von flexibler Mobilität."