Lange wurde spekuliert, nun verdichten sich die Hinweise auf das bestgehütete Geheimnis der Sportwagenwelt. Der erste reine Elektro-Ferrari wird laut Branchenkreisen rund 550.000 Euro kosten – und das ist wohlgemerkt nur der nackte Basispreis. Zum Vergleich: Das aktuelle SUV-Aushängeschild der Marke, der Purosangue, startet bei etwa 380.000 bis 450.000 Euro. Wer bei Ferrari noch ein paar Häkchen auf der Aufpreisliste für Karbon-Applikationen oder Sonderlackierungen setzt, dürfte beim neuen Modell spielend die Marke von 700.000 Euro reißen.

Der stolze Preis ist jedoch kein Zufall, sondern Teil einer klaren Positionierung. Die Italiener weigern sich strikt, in den Preiskampf normaler Elektroautos einzusteigen.

Exklusivität als oberstes Gebot

Der „Luce“ (italienisch für Licht) soll nicht durch Stückzahlen glänzen, sondern durch absolute Einzigartigkeit. Die Marschroute der Chefetage ist eindeutig:

  • Strikt limitierte Produktionskapazitäten sollen unter dem Motto „Wert über Volumen“ Begehrlichkeiten wecken.
  • Eine beispiellose Leistungsentfaltung muss die abwesende V12-Soundkulisse kompensieren.
  • Ein neuartiges Innenraumkonzept setzt auf klassische Haptik statt auf die branchenübliche Bildschirmflut.

"Wir bleiben unseren Wurzeln treu, während wir uns anpassen. Ein elektrischer Ferrari muss noch exklusiver sein als seine Verbrenner-Geschwister."

Atemberaubende Fahrleistungen

Technisch brennt der Luce offenbar ein echtes Feuerwerk ab. Angetrieben von einer hochmodernen 800-Volt-Architektur und einer massiven Batterie von 122 kWh, soll der Bolide gigantische Beschleunigungswerte und eine Reichweite von über 530 Kilometern liefern. Dank zweier elektrischer Achsen – wobei der vordere Antrieb bei Bedarf komplett entkoppelt werden kann – sprintet das Fahrzeug in aberwitzigen 2,5 Sekunden auf Tempo 100.

Interessant ist auch ein Blick in den Innenraum: Statt den Fahrer mit riesigen Touchscreens zu blenden, durften prominente Designer aus der Tech-Branche Hand anlegen. Das Resultat ist ein Cockpit, das sich auf fühlbare Schalter und echte mechanische Tasten besinnt – eine willkommene Abwechslung im modernen Auto-Design. Ob die oft sehr traditionelle Kundschaft den flüsterleisen Sportwagen für über eine halbe Million Euro annehmen wird, bleibt abzuwarten. Die Vorbestellungen für das in Kürze debütierende Meisterwerk sollen laut Insidern jedoch bereits enorm sein.