Der Schritt kommt überraschend, denn der Opel Frontera schlägt sich auf dem deutschen Markt ohnehin gut: Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden von Januar bis Juli 2026 bereits über 8.100 Neuzulassungen registriert. Dennoch schärfen die Hessen nun massiv nach. Mit der neuen Basisausstattung „Start“ zielt Opel ganz offen auf preisbewusste Familien und die wachsende Konkurrenz durch günstige Importe aus China oder eben Dacia. Der Schlüssel zu diesem neuen Kampfpreis liegt vor allem unter der Motorhaube und einer cleveren Reduktion im Innenraum.
Neuer Motor mit wichtigem Technik-Update
Herzstück des Spar-Frontera ist ein neu eingeführter 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 74 kW (100 PS), der serienmäßig an ein klassisches Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt ist. Besonders Technik-Fans dürften hier aufhorchen: Opel setzt bei diesem Triebwerk auf eine robuste Steuerkette. Der in der Vergangenheit oft kritisierte, im Ölbad laufende Zahnriemen gehört damit der Vergangenheit an – ein wichtiges Argument für langfristige Zuverlässigkeit und niedrige Wartungskosten.
Wer nicht selbst schalten möchte oder lokal emissionsfrei unterwegs sein will, kann die „Start“-Ausstattung auch mit anderen Antrieben kombinieren:
- Frontera Hybrid Start: Mit 110 PS Systemleistung und einem elektrifizierten Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (e-DCT) steht er ab 24.540 Euro in der Preisliste.
- Frontera Electric Start: Die rein elektrische Variante leistet 113 PS, verfügt über einen 44-kWh-Akku (43 kWh nutzbar) und ist ab 29.340 Euro zu haben.
Clevere Ausstattung: Verzicht an den richtigen Stellen
Dass es sich beim Frontera Start um das Einstiegsmodell handelt, sieht man ihm auf den ersten Blick an. Das SUV rollt auf 16-Zoll-Stahlrädern mit schwarzen Radzierblenden vor, die Außenspiegelgehäuse sind in schlichtem Schwarz gehalten und die Stoßfänger weisen eine rustikale, schwarze Unterfahrschutz-Optik auf. Ohne Aufpreis gibt es das Fahrzeug in der Lackierung „Effekt Blau“.
Im Innenraum wird schnell klar, wo Opel den Rotstift angesetzt hat, ohne den Alltagsnutzen zu schmälern. Anstelle des großen, zentralen Infotainment-Touchscreens der höheren Ausstattungslinien verbaut Opel eine sogenannte „Smartphone-Station“. Hier klemmen Fahrer ihr eigenes Mobiltelefon in eine Halterung auf der Mittelkonsole. Über eine spezielle App und die Tasten des Multifunktionslenkrads wird das Smartphone so zum vollwertigen Mediensystem. Die wichtigsten Fahrdaten liefert weiterhin ein vollwertiges 10-Zoll-Fahrerinfodisplay hinter dem Lenkrad.
Keine Kompromisse beim Platz und Komfort
Trotz des radikalen Preises müssen Käufer nicht auf wesentliche Komfort- und Sicherheitsfeatures verzichten. Serienmäßig an Bord sind:
- Eine Klimaanlage für angenehme Temperaturen im Sommer.
- Der ergonomische „Intelli-Seat“ für den Fahrer, der durch eine spezielle Vertiefung in der Sitzfläche das Steißbein entlastet und auf langen Strecken für Komfort sorgt.
- Praktische Helfer wie ein Parkpilot am Heck und ein aktiver Spurhalte-Assistent.
Auch beim Platzangebot macht die Einstiegsversion keinerlei Abstriche. Das 4,39 Meter lange SUV bietet unverändert ein Kofferraumvolumen von satten 460 Litern. Werden die Rücksitze umgeklappt, wächst der Laderaum auf bis zu 1.600 Liter an – Bestwerte in dieser Preisklasse.
Opel-Deutschland-Chef Patrick Dinger fasst die Neuausrichtung des Modells wie folgt zusammen:
"Mit dem neuen Frontera Start erweitern wir unser Angebot um einen attraktiven Einstieg in die Marke Opel – kein Opel-Pkw ist derzeit preiswerter zu haben! Unser Alltagsheld ist perfekt für alle, die sich ein flexibles, geräumiges und dabei besonders erschwingliches SUV zulegen möchten."
Mit diesem Vorstoß beweist Opel Mut zur Lücke und zeigt, dass europäische Traditionsmarken im harten Preiskampf gegen Budget-Riesen wie Dacia nicht tatenlos zusehen müssen. Wer auf glänzende Alufelgen und einen riesigen Zentralbildschirm verzichten kann, bekommt mit dem Frontera Start ein vollwertiges, modernes Familienauto zum echten Discount-Tarif.