Das erste Quartal 2026 liefert ein klares Signal für den Stuttgarter Autobauer. Während die klassischen Pkw-Verkäufe schwächeln, entwickelt sich das Geschäft mit reinen Elektrofahrzeugen (BEVs) zum echten Lichtblick. Angetrieben von zwei stark nachgefragten Modellen, trotzt Mercedes-Benz dem aktuell schwierigen Marktumfeld und verzeichnet zweistellige Wachstumsraten im Elektro-Segment.

Die nackten Zahlen: Stromer hui, Gesamtmarkt durchwachsen

Insgesamt setzte die Mercedes-Benz Group in den ersten drei Monaten weltweit 499.700 Pkw und Vans ab. Während die weltweiten reinen Pkw-Verkäufe um 6 Prozent auf 419.400 Einheiten schrumpften, legte der Absatz von Elektrofahrzeugen auf Konzernebene kräftig zu: Mit 50.400 ausgelieferten Exemplaren verbuchte das Unternehmen hier ein deutliches Plus von 11 Prozent.

  • Das globale Absatzplus der Elektro-Sparte gleicht Dellen in anderen Segmenten aus.
  • Während das Geschäft in China aufgrund von makroökonomischen Unsicherheiten und Modellzykluseffekten leicht stockt, kletterten die weltweiten Verkaufszahlen (ohne China) im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent.

Zwei Modelle auf der Überholspur

Der absolute Star dieses Aufwärtstrends ist der neue vollelektrische CLA. Vor allem in Europa sorgte der Hoffnungsträger für Furore und katapultierte das Wachstum bei batterieelektrischen Fahrzeugen auf beeindruckende 34 Prozent. Auf dem deutschen Heimatmarkt lag das Plus sogar bei beachtlichen 36 Prozent. Die Nachfrage übersteigt offenbar die aktuellen Kapazitäten deutlich, sodass das Werk in Rastatt derzeit im vollen Drei-Schicht-Betrieb produzieren muss.

Dicht dahinter reiht sich ein weiteres Highlight ein: Der neue vollelektrische GLC aus dem Werk Bremen entwickelt sich ebenfalls rasant zum Kundenliebling. Der Autobauer zeigt sich von dem enormen Andrang auf das SUV geradezu euphorisch.

"Allein der neue vollelektrische GLC wurde in den ersten drei Monaten häufiger bestellt als jedes andere Elektrofahrzeug in unserer Unternehmensgeschichte."

Gewerbliche Stromer ziehen nach

Nicht nur im klassischen Privatkunden-Segment, auch bei den Nutzfahrzeugen nimmt die Elektromobilität wieder spürbar an Fahrt auf. Der Absatz von batterieelektrischen Transportern (eVans) kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 29 Prozent auf insgesamt 6.100 Einheiten.

Diese Entwicklung zeigt deutlich: Auch wenn der Gesamtmarkt in einigen Regionen noch schwächelt, greifen die Kunden bei attraktiven Fahrzeugen wieder deutlich beherzter zum Stecker. Mit den jüngsten Modellen scheinen die Schwaben genau den richtigen Nerv getroffen zu haben.