Der brandneue Kia Seltos schließt die Lücke zwischen dem kompakten Stonic und dem größeren Sportage. Mit einer Außenlänge von 4,43 Metern wildert der Neuzugang exakt in dem Revier, in dem sich die absatzstärksten Crossover tummeln. Die zweite Generation, die in Indien, China und Südkorea bereits enorme Erfolge feiert, ist nun speziell auf den europäischen Geschmack abgestimmt worden.
Wer sich für den Seltos interessiert, muss zum Start mindestens 34.190 Euro investieren. Dafür gibt es einen potenten 1,6-Liter-Turbobenziner mit 180 PS. Eine innovative Hybridvariante mit elektrischem Allradantrieb (e-AWD) und Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) folgt voraussichtlich Ende 2026. Doch gegen wen tritt der selbstbewusste Koreaner eigentlich an?
Die direkten Konkurrenten im Fadenkreuz
Dank seines großzügigen Kofferraumvolumens von bis zu 536 Litern und der cleveren Raumausnutzung positioniert sich der Seltos als überaus familientaugliches Fahrzeug. Auf dem Einkaufszettel der Kunden dürfte er sich vor allem mit folgenden Modellen messen:
- Volkswagen T-Roc: Der absolute Platzhirsch in Deutschland. Er punktet mit extrem hohem Wiedererkennungswert, muss sich beim Platzangebot im Fond und beim Kofferraumvolumen allerdings vor dem etwas längeren Seltos in Acht nehmen.
- Skoda Karoq: Das Paradebeispiel für Praktikabilität. Wer den Karoq schätzt, wird auch den Seltos ins Visier nehmen, der ähnlich geräumig ist, optisch aber mit seiner markanten "Star Map"-Lichtsignatur deutlich progressiver auftritt.
- Toyota C-HR: Der Design-Pionier unter den Hybriden. Der C-HR sieht extrem sportlich aus, opfert dafür aber Raumgefühl. Hier könnte der Seltos punkten, der seine futuristische Elektro-Optik mit klassischem SUV-Nutzen verbindet.
- Renault Symbioz und Nissan Qashqai: Beide bieten spannende Hybrid-Antriebe und frisches Design. Vor allem der kommende Seltos Hybrid wird sich exakt an diesen beiden Bestsellern messen lassen müssen.
Erfolgschancen im Haifischbecken
Der Seltos spielt bewusst mit den Erwartungen: Außen sieht er fast aus wie ein hochmodernes Elektroauto, unter dem Blech arbeitet jedoch solide Verbrenner- und Hybridtechnik. Diese Mischung könnte voll ins Schwarze treffen, gerade bei Käufern, die den klassischen Antrieb schätzen, aber beim Design keinerlei Kompromisse eingehen wollen. Im Innenraum setzt die Marke auf eine aufgeräumte Bedienung, bei der zwei große 12,3-Zoll-Displays mit echten, physischen Tasten kombiniert werden.
"Mit klassischem Nutzwert, viel Platz und moderner Optik kombiniert der neue Seltos genau die Tugenden, die kompakte SUVs so beliebt machen."
Ob er den VW T-Roc oder den Skoda Karoq wirklich vom Thron stoßen kann, wird sich spätestens dann zeigen, wenn gegen Jahresende der spannende Allrad-Hybrid auf die hiesigen Straßen rollt. Fest steht jedenfalls: Die etablierte Konkurrenz bekommt einen ernstzunehmenden Gegenspieler.