In der deutschen Fachpresse wird das technische Datenblatt des neuen Elektro-Italieners durchaus mit Respekt gewürdigt. Die schiere Kraft von vier Elektromotoren, das fortschrittliche 800-Volt-System und die kompromisslose Leistung lassen aufhorchen.

  • Positiv hervorgehoben wird der Mut, kein bestehendes Zwölfzylinder-Modell künstlich zu elektrifizieren, sondern ein völlig neues Konzept zu wagen.
  • Dennoch wird das Design heiß diskutiert: Während einige prominente Chefredakteure das Modell als zukunftsweisend verteidigen, sehen viele Kritiker einen schmerzhaften Tabubruch.

Dass der Börsenkurs nach der Präsentation massiv einbrach, werten deutsche Wirtschaftsbeobachter als klares Indiz dafür, dass Investoren und Fans gleichermaßen an der radikalen elektrischen Vision der Marke zweifeln.

Italien: Ein nationales Drama um einen Mythos

Im Heimatland der Marke gleicht die Vorstellung einem nationalen Drama. Obwohl das Management das Auto stolz dem italienischen Staatspräsidenten präsentierte, zeigt sich die lokale Presse teils entsetzt. Das polarisierende Aussehen und der radikale Bruch mit der klangvollen Verbrennertradition stoßen auf heftige Ablehnung.

Ein ehemaliger Unternehmenschef der Marke fand vernichtende Worte für den neuen Kurs und äußerte in Interviews tiefe Trauer über das gesamte Projekt.

„Man riskiert die Zerstörung eines Mythos. Ich hoffe, sie nehmen wenigstens das springende Pferd von diesem Auto.“

Auch aus der italienischen Politik mischten sich Stimmen ein, die das Design schlichtweg als „ästhetische und technologische Beleidigung“ bezeichneten. Die tiefe emotionale Bindung der Italiener an den traditionellen Motorensound macht das flüsterleise Modell zu einem schweren Schlag für Traditionalisten.

USA: Zwischen Unglauben und Hohn

Noch schonungsloser urteilen amerikanische Automobil-Blogs und Technik-Foren. Dort wird das Fahrzeug, das in Zusammenarbeit mit einer weltberühmten Designagentur entstand, regelrecht in der Luft zerrissen.

  • Nutzer in großen Online-Communitys vergleichen die Optik spöttisch mit einem gewöhnlichen Kompaktwagen, der mit einem schlechten Bodykit versehen wurde.
  • Andere kommentieren bissig, dass das Auto ohne sein legendäres Markenlogo glatt als günstiges Massen-Elektroauto durchgehen würde – anstelle eines Supersportwagens für weit über eine halbe Million Dollar.

Die Rezeption verdeutlicht unmissverständlich, dass allein das historische Markenprestige nicht ausreicht, um die anspruchsvolle amerikanische Kundschaft von einem solch radikalen Stilwechsel zu überzeugen.

China: Mitleid und der harte Benchmark

Auf dem am härtesten umkämpften Elektro-Markt der Welt wird der neue Italiener mit einer Mischung aus kühler Analyse und Belustigung aufgenommen. Asiatische Fachmedien und Nutzer lokaler Plattformen ziehen sofort den direkten Vergleich zu hochgezüchteten, heimischen Elektro-Supersportwagen.

In asiatischen Netzwerken wird süffisant angemerkt, dass der Neuling optisch kaum von diversen Modellen aus heimischer Start-up-Produktion zu unterscheiden sei – nur dass für den Italiener ein geradezu astronomischer Preis aufgerufen wird. Zwar respektiert man die sportlichen Leistungsdaten, doch in puncto Software und Batterie-Integration sehen sich die chinesischen Hersteller längst als unangefochtene globale Benchmark. Der späte Elektro-Vorstoß wird dort daher von vielen Kommentatoren eher als verzweifelter Versuch gewertet, den technologischen Anschluss nicht komplett zu verlieren.