Einleitung

Der Suzuki Ignis besetzt eine charmante Nische im Automobilmarkt: Er ist ein vollwertiges Micro-SUV auf Kleinstwagen-Basis. Mit einer Länge von nur 3,70 Metern kombiniert er die Wendigkeit eines Stadtautos mit der robusten Optik und der erhöhten Sitzposition eines Geländewagens. Besonders seine Eigenständigkeit macht ihn zu einer interessanten Alternative für Individualisten.

Design & Verarbeitung

Optisch sticht der Ignis durch sein „Bonsai-SUV“-Design hervor. Markante Radkästen, eine breite C-Säule und kurze Überhänge verleihen ihm einen bulligen Auftritt. Im Innenraum dominiert zwar zweckmäßiges Hartplastik, die Verarbeitung gilt jedoch als solide und langlebig. Farbige Akzente in den höheren Ausstattungslinien lockern das sachliche Ambiente auf und werten die Optik spürbar auf.

Innenraum & Komfort

Trotz der geringen Außenmaße ist das Platzangebot im Ignis verblüffend. Vorne sitzen auch groß gewachsene Erwachsene bequem. Das Highlight ist die ab der Ausstattung „Comfort“ verfügbare, verschiebbare Rückbank. Je nach Bedarf lässt sich so entweder die Beinfreiheit im Fond maximieren oder das Kofferraumvolumen von 260 auf bis zu 514 Liter erweitern. Die erhöhte Sitzposition erleichtert zudem den Ein- und Ausstieg erheblich.

Infotainmentsystem

In der Basisversion geht es puristisch zu, doch ab der Ausstattung Comfort ist ein modernes DAB-Radio mit Smartphone-Anbindung via Apple CarPlay oder Android Auto an Bord. Das Topmodell Comfort+ bietet zusätzlich ein integriertes Navigationssystem. Die Bedienung über den zentralen Touchscreen erfolgt logisch, wenngleich das System im Vergleich zu teureren Modellen gelegentlich etwas verzögert reagieren kann.

Antrieb & Fahrverhalten

Angetrieben wird der Ignis von einem effizienten 1,2-Liter-Vierzylinder mit Mild-Hybrid-Unterstützung. Der Elektromotor hilft beim Anfahren, was den Kleinen in der Stadt sehr agil macht. Ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Fahrzeugklasse ist der optionale Allradantrieb „Allgrip“, der den Ignis sogar bedingt geländetauglich macht. Auf der Autobahn wird es aufgrund der mäßigen Dämmung und der kantigen Form ab 120 km/h jedoch spürbar laut.

Verbrauch & Unterhalt

Dank des geringen Gewichts von unter einer Tonne und der Hybrid-Technik arbeitet der Motor äußerst wirtschaftlich. Realverbräuche zwischen 5,0 und 5,5 Litern Super auf 100 Kilometern sind im Alltag problemlos machbar. Auch bei den laufenden Kosten punktet der Japaner: Günstige Versicherungsklassen und eine einfache, wartungsfreundliche Technik machen ihn zu einem der preiswertesten Autos im Unterhalt.

Sicherheit & Assistenzsysteme

Bei der Sicherheit zeigt sich ein geteiltes Bild. Während das Topmodell mit Notbremsassistent und Spurhaltewarner 5 Sterne im Euro NCAP-Crashtest erreichte, kommen schlechter ausgestattete Basisversionen nur auf 3 Sterne. Ein wesentlicher Kritikpunkt in professionellen Tests ist der überdurchschnittlich lange Bremsweg. Positiv hervorzuheben sind dagegen die serienmäßigen LED-Scheinwerfer in den höheren Linien, die für eine exzellente Sicht bei Nacht sorgen.

Fazit

Der Suzuki Ignis ist ein perfektes Auto für die Stadt sowie für ländliche Regionen, in denen Allradantrieb gefragt ist. Er bietet deutlich mehr Platz und Variabilität als herkömmliche Kleinstwagen und überzeugt durch seinen ehrlichen, robusten Charakter. Wer auf Luxus-Materialien verzichten kann und ein zuverlässiges sowie sparsames Fahrzeug mit dem gewissen Etwas sucht, findet im Ignis einen treuen Begleiter.